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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Anreise nach Schottland, unterwegs in Schottland

Die Anreisemöglichkeiten nach Schottland sind im Lauf der letzten Jahre deutlich besser geworden. Duch die Billigfluglinien hat sich viel getan, vor allem preislich, aber auch bezüglich der Angebotspalette. Aber es gibt Alternativen zum Billigflieger, wenngleich die meisten nicht wirklich billiger sind.

Die Anreise nach Schottland

Per Auto und Fähre Per Flugzeug Per Bahn Per Bus

In Schottland unterwegs

Per Auto Per Flugzeug Per Bahn Per Bus Per Fähre


 

Die Anreise nach Schottland

 

Anreise per Auto bzw. per Fähre:

Nach Großbritannien und damit auch Schottland gab es früher (abgesehen vom Flug natürlich) nur einen Weg, und zwar den über das Wasser. Nachdem der Eurotunnel vollendet wurde, gibt es sozusagen eine "Landverbindung" zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland. Dennoch ist die Fähre immer noch ein wichtiges und gerne genutztes Verkehrsmittel Richtung Schottland. Viele nehmen dabei die kürzeren Fährverbindungen von Frankreich nach Dover und nehmen dann den längeren Landweg vom Südosten Englands nach Schottland in Kauf. Wer mit dem eigenen Fahrzeug nach Schottland möchte, wählt aber in der Regel eher eine Fähre Richtung Nordengland (vor Newcastle, auch Hull). Egal: ein paar Stunden ist man in jedem Fall unterwegs. Wer von Holland oder Belgien per Fähre nach Nordengland will, der ist etliche Stunden (11-15 Stunden) unterwegs. Von Calais nach Dover bzw. Folkestone geht es in maximal 2 Stunden. Allerdings kommt dann noch die längere Autofahrt von Dover bis zur schottischen Grenze mit gut 650 Kilometern dazu.

Einige mir bekannte Fährstrecken:

  • Ijmuiden (Niederlande) nach Newcastle (Dauer ca. 15 Stunden)
    (Erfahrungsbericht Überfahrt Ijmuiden - Newcastle)
  • Hoek Van Holland/Rotterdam nach Hull (Dauer ca. 11 Stunden) oder nach Harwich (Dauer ca. 6 - 8 Stunden)
  • Zeebrugge (Belgien) nach Hull (Dauer ca. 13 Stunden). Die Route nach Rosyth bei Edinburgh wird seit Januar 2011 nur noch als Frachtlinie betrieben!
  • Calais oder Dunkerque (Frankreich) nach Dover (Dauer ca. 1,5 Std/2 Std.)
  • Boulogne nach Dover (Dauer ca. 3 Std.)
  • Cherbourg nach Poole oder Portsmouth, Le Havre nach Portsmouth oder Caen nach Portsmouth.
  • Roscoff nach Portsmouth (Dauer ca. 5 Std.)
  • Caen nach Portsmouth (Dauer 5 - 7 Std.)

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Anreise per Flugzeug

Bestimmten früher die (relativ teuren) Linienflüge das Bild, so landen heute mehr Low-Cost Carrier in Schottland als je zuvor. Das wirkte sich auch auf die Infrastruktur aus, heute gibt es vor allem in Glasgow und Edinburgh zwei recht gut frequentierte Flughafen. Wenn man von Verbindungen ab Deutschland spricht, gilt das primär für Edinburgh und danach für Glasgow International. Glasgow Prestwick wird praktisch nicht mehr bedient, möglich wäre noch der Flug von Frankfurt nach Aberdeen. Von daher muss man nach wie vor als eine Alternative einen Huckepackflug über England ins Kalkül ziehen (etwa über London oder sogar Birmingham und Manchester).

Einige Flugrouten nach Schottland

  • nach Edinburgh von: Köln-Bonn, Frankfurt, München, Stuttgart, Berlin, Dortmund, Genf, Zürich, Wien, Innsbruck (saisonal), Düsseldorf (saisonal), Bremen (Saisonal), Weeze (Saisonal), Frankfurt Hahn (Saisonal). Ebenfalls interessant könnte, je nach Wohnort in Deutschland der Flug ab Amsterdam sein.
  • nach Glasgow-International von: Berlin-Schönefeld, Salzburg (Saisonal), München (Saisonal). Auch hier interessante Variante ab Amsterdam.
  • nach Inverness von: Genf, Zürich, Innsbruck, Amsterdam
  • nach Aberdeen von: Frankfurt, Amsterdam, Genf
  • nach Dundee von: Amsterdam (ab Mai 2016)

Fliegen kann eine echte Alternative sein. Bezüglich der Dauer ist es, rein theoretisch, in jedem Fall erste Wahl. Der Flug etwa von Köln/Bonn nach Edinburgh dauert ca. 1 3/4Stunden. Allerdings sollte man auch fair rechnen und die nötigen Rüstzeiten nicht unterschlagen. Darunter verstehe ich die Transfers zum Startflughafen bzw. Zielflughafen sowie die Zeit, die man vor Abflug schon am Flughafen sein sollte (in der Regel 90 Minuten). Auch bezüglich der Preise sollte man Nebenkosten nicht unterschlagen. Dazu gehören Steuern und Zuschläge sowie die mittlerweile ziemlich strikten Gepäckregelungen. Und: will man sich in Schottland frei bewegen, benötigt man nach Ankunft mit dem Flieger in Schottland noch ein Transportmittel wie Mietwagen oder Bahn oder ähnliches!

Mehr Infos zu Flughafen in Schottland:

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Anreise per Bahn

Auch per Bahn kommt man oft über die Fährlinien nach Schottland (siehe oben) oder man nutzt die Verbindung via Eurotunnel. Bis Schottland gibt es aber keine Direktverbindungen. Den Eurostar kann man ab Paris oder Brüssel buchen und er endet in London. Das heißt: in London muss man im Regelfall immer umsteigen. Die Fahrt ist in der Regel dennoch relativ entspannend. Allerdings ist Zugfahren in der Summe leider immer noch vergleichsweise teuer. So richtig schnell ist es auch nicht. Für die Strecke von Karlsruhe nach Edinburgh muss man laut Fahrplan-Auskunft ca. 12 bis 15 Stunden einplanen. Was ärgerlich ist: Online kriegt man fast keine Direktverbindung heraus, da die Bahn keine Angaben zu den Betreibern in England macht.

Durch den Eurotunnel fährt man mit dem Eurostar (irgendwann sollen auch ICEs der Bahn direkt nach London fahren dürfen). Der Eurostar braucht von Paris nach London ca. 2,5 Stunden (Brüssel - London ca. 2 Stunden). Die reine Überfahrt von Calais nach Folkestone beträgt ca. 35 Minuten.

Eine der bekanntesten, aber auch gut gebuchten Zugstrecken, von London nach Schottland (und zurück) ist der Caledonian Sleeper. Diese Nachtverbindung mit Schlafwagen braucht von London Euston bis Edinburgh ca. 6,5 Stunden

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Anreise per Bus

Mit dem Bus reisen in der Regel Pauschaltouristen bzw. Rundfahrer an. Allerdings kann man von Deutschland aus nach Schottland per (Linien-)Bus fahren. Um genau zu sein: die meisten Fernbusse von Deutschland fahren nach London. Von dort muss man dann mit einem anderen Bus weiter. Ich weiß nicht, wo zur Zeit die Tarife liegen. Aber normalerweise ist der Bus eine günstige (wenn nicht die günstigste) Anreisegelegenheit. Allerdings sitzt man schon etliche Stunden im Bus (nicht unter 12 Stunden bis London).

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In Schottland unterwegs

Per Auto

Wenn man viel von Schottland sehen möchte und das auf eigene Faust machen will, dann ist das Auto (ggf. das Motorrad) die beste Wahl. Mit dem eigenen Fahrzeug/Mietfahrzeug ist man in Schottland einfach sehr flexibel. Ddie Spritpreise nehmen sich nicht viel von denen in Deutschland (in der Regel ist der Sprit etwas teuerer).

In Schottland herrscht Linksverkehr. Das ist, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, kaum ein Problem. Etwas problematischer können die Straßen als solche sein. Schottland kennt wenige Autobahnen (Motorways, Kennzeichen M), Fernstraßen der A-Kategorie (4- oder 2-spurig) sowie Fernstraßen der B-Kategorie. Die Unterschiede merkt man nicht immer. Motorways sind in der Regel vierspurig (wie bei uns). In der Regel gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Miles (knapp 112km/h). Es gibt relativ wenig Autobahnen in Schottland, manchmal enden sie ziemlich überraschend an einem Kreisverkehr, manchmal gibt es sogar im Verlauf Kreisverkehre! Die A-Straßen entsprechen in etwa unseren Bundesstraßen, wobei ich auf A-Straßen fuhr, die kaum mehr als Single-Roads waren. Aber in der Summe sind die A-Straßen gut zu befahren. Zulässige Höchstgeschwindigkeit ist außerorts auf vierspurigen (dual carriageway) Straßen 70 Miles (112 km/h), auf zweispurigen (single carriageway) 60 Miles (96km/h). Für Gespanne bzw. Fahrzeuge mit Anhänger muss man auf Autobahnen und außerorts immer 10 Miles (16 km/h) davon abziehen, d. h. man darf nur 60 bzw. 50 Miles fahren. Innerorts gilt in Schottland für alle Fahrzeuge, sofern nicht anders vermerkt, eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Miles (48km/h).

Single-Track Roads sind ausgeschildert, man weiß also, auf was man sich einlässt. Auf Single-Track Roads passen kaum zwei Autos. Deshalb gibt es immer wieder Ausweichstellen (passing places), die man im Bedarfsfall nutzen muss. Hier gilt das Gesetz der Höflichkeit: wenn man sieht, dass jemand entgegenkommt, dann sollte man immer versuchen in einen passing place zu fahren, notfalls auch rückwärts. Der Entgegenkommende denkt im Prinzip auch so. Man reagiert sofort, wenn man sieht, dass der andere Platz macht. Dann fährt man beherzt weiter und bedankt sich bei dem, der Platz macht. Das ist in Schottland so. Man ist mehr als freundlich im Straßenverkehr. Ein Problem sind bei den Single Track Roads aus meiner Sicht weniger die engen Stellen, als vielmehr unübersichtliche Kurven und die teilweise fulminanten Kurzsteigungen mit kaum übersehbaren Kuppen. Hier sollte man sehr vorsichtig fahren.

Sonstiges:

  • es besteht Gurtanlegepflicht vorne und hinten
  • Blutalkoholgrenze ist 0,5 Promille
  • Durchgezogene doppelte gelbe und rote Linien am Straßenrand bedeuten: Parkverbot
  • An einer einfachen gelben Linie herrscht eingeschränktes Parkverbot. Man darf hier in der Regel nur während der angegebenen Zeiten parken.
  • Markierte Flächen an Kreuzungen bedeuten: hier darf nicht gehalten werden, dem Seitenverkehr ist Einfahrt zu gewähren.
  • eine unterbrochene weiße Linie an Kreuzungen heißt: warten und dem Verkehr von der anderen Straße Vorfahrt gewähren
  • Im Kreisverkehr haben in der Regel immer die von rechts kommenden Fahrzeuge Vorfahrt
  • Rote Ampeln heißen immer Stop, Linksabbiegen ist in der Regel bei rot nicht erlaubt
  • Die Regeln für den Straßenverkehr werden über den Highway Code festgelegt, Info www.highwaycode.gov.uk

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Per Bahn

Mit der Bahn durch Schottland zu fahren, kann etwas beschwerlich werden. Leider wurden, wie in Deutschland, viele angeblich unrentable Strecken aufgegeben. Das bedeutet im Klartext: abseits der großen Städte und wichtigen Orte geht nichts mehr oder zumindest sehr wenig. Da sollte man sich vorher gut informieren.

Das Netz wird in der Regel von ScotRail betrieben. Grob gesagt gibt es gute Verbindungen zwischen den Großstädten. Wie gesagt wurden viel Nebenstrecken abgeschafft. Dennoch gibt es einige interessante Strecken wie etwa von Inverness nach Kyle of Lochalsh (Kyle of Lochalsh Line/Kyle Line) zur Weiterfahrt zur Insel Skye, von Inverness nach Wick und Thurso (Richtung Orkney) und die tolle Highland Strecke von Glasgow nach Fort William und Mallaig. Ein ganz besonderes Schmankerl dürfte dabei die Erkundung Schottlands im luxuriösen Royal Scotsman sein.

Wer mit der Bahn fahren will, sollte sich nach günstigen Angeboten erkundigen (Seasonpass, Flexipass, Zonecard für Strathclyde, Freedom Of Scotland Travelpass, Central Scotland Rover, Highland Rover, Young Persons Railcard, Highland Railcard usw.). Wer außer in Schottland noch in anderen Teilen Großbritanniens per Bahn fahren will, sollte sich mit dem BritRail Pass befassen, den es in unterschiedlichsten Versionen gibt.

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Per Bus

Mit dem Bus durch Schottland zu fahren geht etwas besser als mit der Bahn. Die Busverbindungen in Schottland sind recht gut, überregional wird viel durch Citylink bedient. Solche Anbieter wie Citylink betreiben in der Regel die bekannten Expressbusse, welche weit über 200 Städte miteinander verbinden. Ein weiterer wichtiger Anbieter ist zum Beispiel Stagecoach, der wichtige Routen anbietet wie Stagecoach Bluebird (für Aberdeenshire und Moray), Stagecoach Western (Ayrshire, Galloway), Stagecoach Strathtay (Dundee und Angus).

Man kann pauschal sagen, dass Busse billiger als die Bahn sind. Mit dem Bus fährt man ganz gut und man sieht viel vom Land. Die Busnetz im Land ist wesentlich dichter als das Schienennetz. Die Routen verlaufen quer durchs Land. Besonders in ländlichen Regionen kann eine Busfahrt interessant sein. Hier werden noch viele Verbindungen von den klassischen Postbussen der Royal Mail angeboten. Sie befördern zwar primär Post, bieten aber eine begrenzte Anzahl Sitzplätze für Passagiere an. Das heißt: Mitnahme nur dann, wenn noch Platz ist! Dafür kann man aber einen Postbus jederzeit anhalten und dann eben, je nach Platzangebot, mitfahren.

Günstige Angebote für Bustouren gibt es z. B. von Scottish Citylink. Hier gibt es spezielle Tickets, welche verbilligte Fahrten für Familien mit Kindern, Leute unter 26 oder über 50 oder für Studenten anbieten. Für Vielfahrer empfiehlt sich der so genannten Explorer Pass, mit dem man dann soviel mit Scottish Citylink fahren kann, wie man will. Wer außerdem in England oder z. B. Wales herumfahren will, für den könnte der National Express Brit Xplorer Pass interessant sein.

Nicht unterschlagen möchte ich die ganzen privaten Busunternehmen, die vor allem komplette Touren anbieten. Das ist nicht anders, als in Deutschland. Bekannte Anbieter sind Haggis Adventures, Rabbies Trail Burners, Wild in Scotland, Highland Explorer Tours, Macbackpackers Tours and Hostels, The Backpacker Tour Company, Roadtrip Overland Tours, Premium Tours oder Timberbush Tours. Für kürzere Bustouren (Halb- oder Ganztagestouren) sind z. B Jacobite, Puffin, Tim Dearman Coaches oder Scotline Tours Edinburgh bekannt.

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Per Flugzeug

Sich mit dem Flugzeug in Schottland zu bewegen, ist nicht die schlechteste Idee. Dies gilt natürlich vor allem dann, wenn man große Strecken überwinden will oder z. B. auf die Inseln möchte. Mittlerweile gibt es einige interessante Angebote, mit denen man sich von Flughafen zu Flughafen bewegen kann. Die Flughafen habe ich oben genannt. Sehr interessant kann das sein, wenn man so genanntes Insel-Hopping machen will, d. h. die Inseln per Flugzeug besuchen will. Die Flüge werden schwerpunktmäßig von Loganair und British Airways angeboten. Auch wenn es hier mittlerweile einige Angebote gibt, so ist der innerschottische Flug dennoch nie ganz billig, aber dafür vergleichsweise schnell.

Per Fähre

Die Fähre ist natürlich immer noch ein wichtiges Transportmittel, weil zu Schottland rund 130 bewohnte Inseln gehören. Entlang der Küsten gibt es einige wichtige Fährhafen. Die wichtigsten liegen natürlich da, wo Inseln vorgelagert sind, z. B.: Oban an der Westküste Richtung Hebriden, an der Westküste Aberdeen z. B. zu den Orkneys oder Shetlands, im Norden Scrabster zu den Shetlands und Orkneys. Eine Fahrt per Fähre ist ganz schön, dauert aber länger als ein Flug und ist manchmal für empfindliche Naturen nicht die erste Wahl. Bei Mitnahme von eigenen Fahrzeugen kann die Fährüberfahrt zudem recht teuer werden.

Eines der Hauptfährunternehmen in Schottland ist CalMac (Caledonian MacBrayne). Dieses Unternehmen bietet eine spezielle Fahrkarte an, die Island Hopscotch. Ein weiteres wichtiges Unternehmen ist North Link Ferries, die schwerpunktmäßig die Überfahrten von und nach Orkney und Shetland anbieten. Auch hier sollte man sich frühzeitig nach günstigen Tarifen erkundigen.

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