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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Anreise Ijmuiden - Newcastle - Ijmuiden mit DFDS-Fähre

Um auch diese Form der Überfahrt Richtung Schottland beurteilen können, nutzte ich die Fährlinie von Ijmuiden - Newcastle mit DFDS Seaways im Mai 2011. Hierzu ein kurzer Bericht.

Zeitplan für die Überfahrt

Ijmuiden - Newcastle

Check-In: 15.00 - 16.45, Abfahrt Ijmuiden: 17.30, Ankunft Newcastle: 09.00Uhr

Newcastle - Ijmuiden

Check-In: 14.30 - 16.30, Abfahrt Newcastle 17.00, Ankunft Ijmuiden: 09.30Uhr

(zu beachten: die Zeiten sind jeweils Ortszeiten, in England gilt MEZ - 1 Stunde!)

Die Schiffe

Ijmuiden - Newcastle

Schottland
Die King Seaways

Für die Hinfahrt kam die KING SEAWAYS (ehemals KING OF SCANDINAVIA). Das Schiff wurde 1987 in Betrieb genommen und 1993 generalüberholt. Auf 13 Decks finden in 505 Kabinen 1.534 Passagiere Platz. Außerdem kann das Schiff 600 Autos aufnehmen. Es handelt sich schon um ein recht großes Schiff, welches im Prinzip dem allgemeinen Standard von Fährschiffen entspricht. Es gibt Kabinen der Commodore Class (gehobener Standard) und Standard Kabinen Seaways Class. Diese gibt es mit oder ohne Meeresblick. Ich hatte eine Standard Kabine mit Etagenbett und Meeresblick an Deck 6. An Bord gibt es zwei Restaurants, zwei Cafes und drei Bars. Zur Unterhaltung gibt es ein Kino, Disco/Nachtclub, Casino, Kidz Club und Bingo. Außerdem gibt es die obligaten (Duty-Free) Shops. Die Bordsprache ist englisch und niederländisch, die Währung Euro.

Newcastle - Ijmuiden

Schottlandreise
Blick aufs Terminal Port Of Tyne, dahinter die Princess Seaways

Für die Rückfahrt Newcastle - Ijmuiden kam die PRINCESS SEAWAYS (ehemals PRINCESS OF NORWAY) zum Einsatz. Das Schiff wurde 1986 gebaut und erhielt im Jahr 2006 eine umfassende Renovierung. Das Schiff entspricht in etwa der King Seaways - allerdings kann es nur 1.332 Passagiere aufnehmen, aber auch 600 Autos. Der Aufbau ist etwas anders als auf der King Seaways, dennoch kann man sich ähnlich gut zurecht finden. Die Ausstattung ist auch ähnlich. Auch hier gibt es Commodore und Standard Seaways Kabinen. Es gibt drei Restaurants und zwei Cafes sowie Kino, Casino, Kidz Club, Bingo und die Shops. Das ist vergleichbar mit der King Seaways. Die Bordsprache ist auch auf diesem Schiff englisch und niederländisch, die Währung ist der Euro. Beachtlich war die Sauberkeit bei Betreten der Schiffe. Die Putzcrew hatte hier während des kurzen Aufenthalts bis zur erneuten Einschiffung hervorragende Arbeit geleistet.

Ein- und Ausschiffung (Check-in, Check-Out)

Ein- und Ausschiffung liefen sowohl bei Hin- als auch Rückreise absolut reibungslos. DFDS hielt sich ziemlich exakt an den vorgegebenen Zeitplan. So kam ich sowohl in England als auch auf der Rückreise in den Niederlanden genau nach Vorgabe an. Das lief perfekt - obwohl der Zoll in England bei Ausschiffung einen ganz genauen Tag hatte und so die Einschiffung enorm verzögerte. Beim Check-In erhält man die Bordkarte, welche gleichzeitig der Schlüssel zur Zimmertür ist. Auch das hat prima funktioniert.

Service

Der Service an Bord war tadellos, das muss man schon sagen. Wenn jemand eine Frage hatte oder irgendwie hilfesuchend wirkte, war eigentlich sofort jemand zur Stelle, um zu helfen. Das Personal wirkte immer freundlich. Die Infos für den Reisenden waren m. E. umfassend. Alle wichtigen Ansagen waren überall gut zu hören, auch die Hinweise auf die Zeitumstellung in Großbritannien bzw. bei der Rückfahrt in den Niederlanden sowie die Ansagen zum Auschecken. Dass sich die Passagiere nicht an Ansagen halten, ist ein Phänomen, welches man auf jedem Schiff wahrnehmen muss. Da muss man damit leben, sich beim Aufruf zum Car-Deck durch die Massen der Footpassengers kämpfen zu müssen, die eigentlich noch gar nicht aufgerufen wurden. Da helfen auch entsprechende Hinweise des Personals nichts. Wenn man sich dann bis zum Cardeck durchschlägt, dann darf man sich sogar noch typisch deutsche Ansagen wie "das ist ja wohl der beste Zeitpunkt, dass der jetzt hier durchgehen muss" anhören. Am besten, man quittiert das mit einem Lächeln.

Kabine

Schottland
Die Kabine - sauber, aber nicht sehr groß

Ich hatte eine Standard Kabine mit Etagenbett. Die Kabine mit Dusche und WC ist zweckmäßig und für eine Übernachtung ausreichend. Das Platzangebot ist allerdings nicht üppig, bei zwei Leuten kann es hier schon etwas eng werden. Die Kabinen sind außerdem etwas hellhörig. Die Sauberkeit in den Kabinen war sehr gut, was bei der hohen Fluktuation an Gästen beachtlich ist. Wenn man bedenkt, dass das Reinigungspersonal nur wenige Stunden für die Reinigung des Schiffes zur Verfügung hat, ist das wirklich sehr bemerkenswert.

Gastronomie, Unterhaltung

Ich denke, dass in beiden Bereichen ein gutes Angebot zur Verfügung steht. Es gibt Restaurants und Cafes, eine Disco, Kino, Casino und so weiter. Es gibt auf beiden Schiffen etliche schöne Sitzecken im Schiff, außerdem ist die Fläche auf den Außendecks sehr groß. Für eine Übernachtung ist das mehr als ausreichend, auch für eine Minicruise über drei Tage sollte das reichen.

Fazit

Grundsätzlich sollte man bei der Beurteilung beider Schiffe immer beachten: es handelt sich um relativ klassische Fährschiffe und nicht um moderne Kreuzfahrtschiffe. Dementsprechend sind die Standards auch nicht vergleichbar. Wie gesagt sind die Kabinen zweckmäßig und nicht sehr groß. Wer hier mehr möchte, sollte die Buchung der Commodore Klasse überlegen. Die Kabine war in beiden Fällen (einmal Deck vier, einmal Deck 6) ruhig genug, dass ich gut schlafen konnte. Damit konnte ich ziemlich erfrischt ins Auto und losfahren.

Zu den Preisen: hier gilt klassischerweise - je früher man bucht, desto günstiger wird es. Das sollte man bei einer Buchung beachten. Die Preise an Bord sind deutlich höher als an Land.

Insgesamt ist die Überfahrt mit DFDS von Ijmuiden - Newcastle eine interessante Alternative zu anderen Transportwegen von/nach England bzw. Schottland. Grundsätzlich ist der Vergleich interessant. Für mich ist die Anreise nach Ijmuiden (bei Amsterdam) kürzer als der Weg nach Calais oder Dünkirchen. Ich spare mir zudem noch die Mautkosten in Frankreich. Ganz angenehm ist die Ruhenacht an Bord und der eingesparte Weg in England von Dover nach Newcastle (ca. 570km). Das ist eine relativ stressfreie Sache, die sich rechnen kann.

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