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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Wandern in Schottland

Schottland gilt als eines der vorzüglichsten Wanderländer. In Schottland selbst ist Wandern sehr beliebt. Kein Wunder, denn es liegen schöne Wandergebiete vor einem. Wer wandert, hat mehr von Schottland. Denn an viele der schönsten Ecken kommt man nur zu Fuß. Und man entkommt den typischen Touristenrouten. Erstaunlicherweise trifft man in der Regel nicht sehr viele Wanderer unterwegs.

Wandern in Schottland ist immer etwas schönes. Trotz aller Ruhe und Stille braucht man keine Bedenken zu haben. Eine ungewisse Konstante in Schottland ist natürlich das Wetter. Schnell kann das Wetter von sonnig in regnerisch umschlagen. Ein weiteres Problem, vor allem in den Highlands und Moorgebieten, ist der schnell aufziehende Nebel, der die Orientierung wirklich schwer machen kann. Das sollte man nie unterschätzen. Wer auf größere Touren geht, sollte sich gut verproviantieren. Das Mitführen eines Kompasses wird allgemein empfohlen. Gutes Kartenmaterial ist obligatorisch. Ansonsten gelten die allgemeinen Regeln für Wanderer: gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Nichts ist schlimmer, als nass zu werden und dann auszukühlen. Mittlerweile dürfte das Handy zur Standardausrüstung von Wanderern gehören. Das macht eigentlich Sinn. Aber: in Schottland kann man sich nicht überall auf guten Empfang verlassen! Bei Problemen vielleicht das Gelände wechseln - z. B. raus aus Talsohlen auf höhere Punkte oder freie ebene Flächen suchen.

Das Einhalten von Wanderwegen wird auch in Schottland empfohlen. Die Leute nehmen es in der Regel nicht so krumm, wenn man auf ihrem Land geht. Aber dennoch sollte man möglichst auf den Wegen bleiben. Bestellte Felder sind tabu. Ebenso sollte man während der Jagdsaison in Jagdrevieren aufpassen und keinem Jäger vor die Flinte laufen. Das muss nicht sein, es ist recht ärgerlich für die Jäger - denn die Jagdreviere sind in der Regel in Privatbesitz bzw. in Pacht. Vor allem in der Hochsaison für Jäger im Sommer von Juli bis Oktober sollte man vorsichtig sein.

Wildes Campen geht im Prinzip. In Schottland ist das Jedermannsrecht nach skandinavischem Prinzip zwar nicht bekannt, aber man wird als Wildcamper oft geduldet. Trotzdem sollte man sich zur Not vorher erkundigen, ob das Land jemandem gehört. Besser vielleicht, man fragt einen Hofbesitzer, ob man bei ihm sein Zelt aufschlagen darf. Das ist sicherer und besser. Selbstverständlich sollte man die gültigen Regeln fürs Campen einhalten (keinen Müll zurücklassen!).

Schottland bietet zwar unzählige Wanderrouten, allerdings sind die Ausschilderungen oft sehr mittelmäßig. Man kann grob festhalten, dass die Ausschilderung auf den vier großen Fernwanderwegen gut ist und dann abnimmt, je kleiner bzw. unbekannter ein Wanderweg wird. Deshalb bietet es sich immer an, aktuelles Kartenmaterial dabei zu haben.

Es gibt in Schottland einige recht bekannte Fernwanderwege:

  • West Highland Way von Milngavie (bei Glasgow) bis Fort William (Highlands). Der Weg führt über knapp 152 km durch die Western Highlands. Es ist der beliebteste Fernwanderweg in Schottland, denn er führt über sehr schöne Regionen wie den Loch Lomond und das Rannoch Moor, wo sich mit die schönsten Highland Ausblicke zeigen.
  • Southern Upland Way von Portpatrick (irische See) bis Cockburnspath (Nordsee). Länge ca. 341 km. Der Southern Upland Way ist Teil des europäischen Fernwanderweges E2.
  • Speyside Way von Buckie nach Aviemore. Ein unbekannterer Weg über knapp 130 km. Speyside ist ein Dorado für Whiskyfreunde. Hier liegen auf kleinstem Raum die meisten Destillen Schottlands bei einander.
  • Great Glen Way von Fort William nach Inverness. Ein kürzerer Weg von knapp 117 km. Er schließt sich sozusagen an den West Highland Way an und führt weiter durch die zentralen Highlands am Loch Ness vorbei nach Inverness.
  • John Muir Way. Benannt nach dem berühmten Schotten John Muir, welcher in den USA zu Ruhm kam und als Vater der Nationalparks in den USA gefeiert wird. Dieser Weg war lange Zeit ein kleinerer Weg über knapp 73km in East Lothian. 2010 ging man dann daran, diesen Weg zu einem Fernwanderweg zu machen. Planziel war 2014. Der Weg wurde schließlich auf eine Strecke von ca. 215km erweitert, die Route verläuft von Helensburgh bis Dunbar.
  • Fife Coastal Path, ein Weg, der sich entlang der Küste von Fife über 150km von North Queensferry bis Tay Bridge (ab 2010 weiter) schlängelt.
  • Kintyre Way, der auf einer Länge von ca. 140km ab Tarbert bis Dunaverty durch Kintyre führt.
  • Cowal Way, er führt auf einer Länge von ca. 90km quer durch Cowal, von Portavadie bis zum Loch Lomond.
  • West Island Way auf der Insel Bute. Der West Island Way war der erste Inselfernwanderweg in Schottland. Er führt über knapp 46 Kilometern vom Süden nach Norden über die Isle Of Bute.
  • John Muir Way könnte man mit seiner Länge von über 70km auch zu den Fernwanderwegen zählen. Er führt entlang der Küste in East Lothian von Edinburgh bis Dunglas und ist dort Teil des North Sea Trail.
  • The Skye Trail führt auf knapp 120 km quer über die Isle Of Skye. Eigentlich handelt es sich um keinen offiziellen Wanderweg. Dem Reiz dieser Route macht das aber nichts aus. Auf der anspruchsvollen Route kann man praktisch alle Vorzüge der Isle Of Skye kennenlernen.
  • Trotternish Ridge führt auf knapp 37 km um die Halbinsel Trotternish auf der Isle Of Skye. Eine kurze Route, die jedoch als sehr anspruchsvoll gilt. Man wird hier über einen der schönsten Höhenkämme in Großbritannien geführt.

Neben den großen Wegen gibt es wie gesagt unzählige weitere Wege. Oft sind sie regional begrenzt. Es bestehen auch viele alte Wanderwege. Die sind meist eher schlecht ausgeschildert. Es handelt sich oft um alte Viehtriebwege oder allgemeine Wirtschaftswege.

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