Wir verwenden keine Cookies. Da wir aber mit Werbepartnern zusammenarbeiten, beachten Sie bitte vor Nutzung der Webseite folgende Details
Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Schottische Clans: Clan Grant

Clan Grant ist ein schottischer Clan aus der Region der Highlands. Sozusagen ein real existierendes Denkmal wurde durch James Grant in der Schaffung des Ortes Grantown-on-Spey gesetzt, mit welchem er zur Zeit der Highland Clearances den Clanmitgliedern eine neue Heimat geben wollte.

Grantown Museum, Schottland
Grantown Museum

📖 Geschichte

Die frühen Ursprünge sind nicht eindeutig. Manche Historiker gehen davon aus, dass Vorfahren der Grants mit den Normannen nach England kamen. Andere gehen davon aus, dass die Grants Teil der Siol Alpin Familie um den ersten Schottenkönig, Kenneth MacAlpin, waren.

Erste Niederlassungen von Grants gab es im 13. Jahrhundert um Stratherrick. Ein Gregory Grant soll die Tochter von Sir John Bisset - Mary Bisset - geheiratet haben. Aus der Ehe entstammten zwei Söhne, einer war Sir Laurence Le Grand, der spätere Sheriff von Inverness. Laurence ehelichte die Tochter von Alexander Comyn, Earl Of Buchan.

Die weitere Geschichte des Clans war, politisch betrachtet, so wechselhaft wie der jedes andern Clan auch. Zunächst waren die Grants Unterstützer von William Wallace, danach von Robert The Bruce. In der Folge wurden die Grant-Ländereien in Strathspey offiziell beurkundet und die Grants stiegen zu den wichtigen Clans der Highlands auf. Sie waren lange Zeit enge Verbündete des Clan Gordon von Huntly, diese Verbundenheit zerbrach nach der Reformation - die Grants waren Protestanten, die Gordons vornehmlich katholisch.

Die Gordons paktierten danach mit den MacDonalds und den Camerons, was umso schmerzlicher war, da diese Clans zu den Erzfeinden der Grants gehörten. Die wiederum schlossen ein Bündnis mit den Gregors, was am Ende wenig Nutzen brachte. Im Gegenteil: 1613 wurde der Chief des Clan von König James VI von Schottland angeklagt, dass er Gesetzlose des Clan MacGregor beherberge. Der Grant-Chief verbrachte daraufhin zwar den berüchtigten Alistair MacGregor nach Edinburgh, dem König war das nicht genug. Die Grants mussten am Ende noch eine saftige Strafe zahlen.

Danach ging es wechselhaft weiter - die Grants fochten an der Seite der Covenanter, sie verbündeten sich später erneut mit dem Earl Of Huntly und sorgte mit ihm zusammen sozusagen für die Auslöschung des Clan Farquharson.

Sehr verworren war die Situation im Zuge der Jakobitenaufstände. Zeitweise war es so, dass auf beiden Seiten Grants kämpften. 1725 bildeten die Grants eine der unabhängigne Highland Truppen des Black Watch Verbunds, um die Regierung zu unterstützen, 1739 kam es zum Zusammenschluss der 43. Highlanders. Beim zweiten Jakobitenaufstand standen die Grants offiziell vor allem auf der Seite der Britisch-Hanoverian Truppen, aber ganz klar war das zumindest nicht immer. In beiden Aufständen war es gem. Überlieferung wohl so, dass bei zwei Schlachten der Chief der Grants zuvor seine Truppen abzog, was die Regierungstruppen am Ende derart schwächte, dass die Briten Niederlagen erlitten. Ob der Clanchief das so geplant hatte, ist aber nicht eindeutig belegt. Klar für die Seite der Jakobiten hatten sich vor allem die Grants Of Glenmoriston entschieden. Sie konnten den Jakobiten bei der Schlacht von Prestonpans noch zum Sieg verhelfen, konnten die endgültige Niederlage bei der Schlacht von Culloden aber auch nicht verhindern Die beteiligten Grants von Glenmoriston traf es hart, sie wurden größtenteils nach Barbados deportiert und dort als Sklaven verkauft.

Für den gesamten Gran-Clan um den Chief zahlte sich aber das Engagement für die Briten aus. Zumindest gehörte der Clan Grant zu den Clans, welche am wenigsten von den Highland Clearances betroffen waren. Allerdings muss man auch festhalten, dass vor James Grant aka The Good Sir James zu der Zeit viel für den Zusammenhalt und den Erhalt des Clans tat. Er gründet den Ort Grantown-on-Spey, damit dort alle Clanmitglieder unterkommen konnten, welche ihre vorherige Heimat aufgeben mussten.

Einiges zum Clan Grant kann man im Grantown Museum erfahren, als ein Zentrum der Grants fungiert aber vor allem Duthil Old Parish Church And Churchyard außerhalb des Dorfs Duthil im Südwesten von Grantown-on-Spey mit einigen Memorials des Clans.

🏰 Sitze der Grants

  • Castle Grant war Sitz der Clanchiefs
  • Urquhart Castle gehörte dem Clan von 1509 bos 1912
  • Ballindalloch Castle gehört seit 1499 zum Clan
  • Loch An Eilein Castle gehört seit 1567 zum Clan

Trivia

Im späten 19. Jahrhundert besuchte US-Präsident Ulysses S. Grant im Zuge seiner Weltreise auch Schottland und er wurde sozusagen als Rückkehrer des Clan Grant aufgenommen. Allerdings gibt es keine offiziellen Belege dafür, dass Präsident Grant tatsächlich vom schottischen Clan abstammt.