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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Cessford und Cessford Castle

Cessford und Cessford Castle Schottland
Cessford Castle

Cessford ist ein Ort in den schottischen Borders, etwa 9km östlich von Jedburgh und 12km südlich von Kelso. Erreichen kann man den Ort über die B6401.

Entlang des Ortes fließt der Cessford Burn der über den Kale und den Teviot bei Kelso in den Tweed mündet.

Bekannt ist Cessford vor allem durch das unweit des Ortes gelegene Cessford Castle bzw. die Ruinen dieser alten L-Plan Burg. Es war sozusagen der Hauptsitz der Barony Of Cessford bzw. Sitz der in den Borders berüchtigten Kers/Kerrs. Das Castle wurde um 1450 von Andrew Ker/Kerr erbaut. Der war Nachfahre des 1. Earl Of Roxburghe. Als reine Wohnanlage hat Cessford dabei wahrscheinlich nie so recht getaugt, es diente wohl primär als Verteidigungs-/Schutzanlage. Die Mauern waren immerhin bis zu 4 Meter stark (!), wodurch im Inneren stellenweise nicht wirklich viel Platz war. So wie es aussieht, war das für die Kerrs sehr wichtig. Sie galten als notorische Diebe und Räuber und lebten scheinbar im stetigen Streit mit anderen Clans der Region. Besonders hart sollen ihre Auseinandersetzungen mit den Kerrs Of Ferniehurst und sogar den großen Scotts Of Buccleuch gewesen sein.

Daneben gab es gerade in den Borders aber auch stets die Bedrohung von englischer Seite. 1519 wurde Cessford von englischen Truppen angegriffen und durch Feuer schwer beschädigt, 1523 wurde das Castle durch den Earl Of Surrey erobert. Es kam später zwar wieder in schottische Hand, wurde jedoch vor allem zu Zeiten des Rough Wooing mehrmals stark beschädigt. Zu Zeiten der schottischen Reformation kamen die Kerrs wohl wieder zu Reichtum und übernahmen Cessford Castle kurzzeitig. Schon um 1607 jedoch soll Sir Robert Kerr den Sitz ins Floors Castle verlegt haben.

Cessford Castle soll dennoch bis 1650 bewohnt gewesen sein und wurde erst dann endgültig aufgegeben. Danach ließ man das Bauwerk verfallen. Die heute noch zu sehenden Ruinen werden als einsturzgefährdet eingestuft, daher ist der Zutritt offiziell untersagt.

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