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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Städte und Orte: Irvine

Irvine (Gaelisch: Irbhinn) ist eine Planstadt an der Küste von North Ayrshire, Scotland. Allerdings reicht die Geschichte der Stadt doch recht weit zurück, man hat jedoch in den 1960ern einen großen Restrukturierungsplan für Irvine aufgelegt und diesen größtenteils durchgeführt. Die berühmte Mary Queen Of Scots soll etwas mit der Stadt zu tun haben, angeblich verbrachte sie einen Tag im Seagate Castle. Zu Ehren dieses Tages gibt es sogar ein jährliches Festival, das Marymass. In der Stadt soll sich auch Robert Burns immer wieder aufgehalten haben, nach ihm sind zwei Straßen benannt. Er hat wohl in einer Flachsfabrik in Irvine gearbeitet.

Landesinfo
Einwohner: ca. 33.000
Vorwahl: 01294
Postcode: KA 11-12
Council-Area: North Ayrshire

Irvine erhielt seine erste Ernennung als Burgh schon um 1249. Unstimmigkeiten gab es dann zwischen Irvine und Ayr um 1372, wer die Hoheit über den Handel in der Barony Cunninghame und Largs innehat. Durch die Royal Charter von Robert II wurde der Streit beigelegt, denn er übergab Irvine noch 1372 den Status einer Royal Burgh. Dadurch hatte die Stadt weitgehende Rechte erhalten und konnte wesentliche administrative Dinge selbst bestimmen. Somit wurde Irvine über einige Jahrhunderte zu einer der wichtigsten Städte in der Region. Im Jahr 1930 erhielt dann jedoch das Ayr Country Council die Hoheit u. a. für Schule und Straßenbau. 1975 erlosch schließlich der Royal Burgh Status von Irvine und die Funktionen gingen auf den Cunninghame District Council über.

Die Hafenanlagen von Irvine waren früher sehr wichtig und zählten neben dem Hafen von Glasgow zu den wichtigeren Hafen in Schottland. Allerdings verlor der Hafen von Irvine schon im 19. Jahrhundert erheblich an Bedeutung. Dennoch gab es bis ins 20. Jahrhundert einen erwähnenswerten Seeverkehr, der im Hafen abgewickelt wurde. Hier waren vor allem die Warentransporte der Nobel Explosives nennenswert. Die Firma hatte ihren eigenen Anleger. Es gab sogar eine Werft in Irvine, die Ayrshire Dockyard Company. Sie hielt sich bis kurz nach das Ende des II. Weltkriegs. Danach wurden hier aber Schiffe nur noch restauriert. Mittlerweile ist der Hafen für die kommerzielle Schifffahrt geschlossen und ist Teil des Scottish Maritime Museum.

Der Hafen ist auch bekannt für den einzigartigen Automatic Tide Signalling Apparatus, welcher im Jahr 1906 gebaut wurde und die Gezeiten automatisch anzeigt. Allerdings ist die Anlage in keinem sehr guten Zustand.

Der Hafen von Irvine war lange Zeit auch als eine regelrechte Kloake bekannt. Das Wasser war ziemlich extrem durch Abfälle der Industrieanlagen hinter dem Hafen belastet. Selbst als die Industrieanlagen nicht mehr in Betrieb waren, sah es schlecht um die Qualität des Wassers aus. Heute stellt sich die Situation jedoch besser dar. Im Rahmen der Restrukturierung zur New Town wurden die ehemaligen Industriegelände zum sehenswerten Irvine Beach Park umgestaltet. Die Hafenanlagen erscheinen vergleichsweise sauber.

Die Planungen zur New Town wurden um 1960 in Angriff genommen. Dazu wurde eine Planungsgesellschaft gebildet. Sie plante und führte dann wesentliche Änderungen durch. Nicht alle Maßnahmen wurden dabei positiv bewertet.

So wurden radikalen Maßnahmen im Bezirk Fullarton, The Brigde und Bridgegate immer wieder kritisiert. Recht positiv wurde jedoch die Realisierung des Irvine Beach Park mit dem Magnum Leisure Centre bewertet. Das liegt daran, dass es sich dabei um unansehnliches Brachland hinter dem Hafen handelte, das früher die Industrie der Stadt beherbergte. Man will im Bereich der Seeseite wohl noch weitere Restrukturierungen durchführen, ebenso in Bereich der Nachbarorte und Dörfer entlang der Küste. Allerdings endete die offizielle Arbeit der Entwicklungsgesellschaft schon Ende 1996, als Irvine schließlich zur New Town ernannt wurde.

Transport und Verkehr

Irvine ist recht gut erreichbar. Es gibt einen Bahnhof im Westen der Stadt. Hier verläuft die Hauptlinie von Stranraer nach Glasgow.

Außerdem gibt es ein recht dichtes lokales Busnetz, welches u. a. Verbindungen nach Ardrossan, Greenock, Kilmarnock, Ayr, Troon, Dalry, Dreghorn, Kilwinning, Dundonald, Darvel, Paisley, Beith, Girdle Troll, Stewarton, West Kilbride und Glasgow anbietet.

Rund um Irvine verlaufen einige wichtige Straßen, u. a. die A78 (Greenock nach Prestwick), A71 (Irvine nach Kilmarnock und im weiteren Verlauf nach Edinburgh), A737 (durch das Garnock Valley zum Glasgow International Airport und zur M8) und die A736 (Barrhead und Govan).

Bekannt ist der Irvine New Town Trail, der durch das Umland von Irvine führt. Er ist Teil British National Cycle Network. Im Prinzip führt der Trail ringförmig um die Stadt durch Kilwinning, Bourtreehill, Girdle Toll, Dreghorn sowie das Stadtzentrum von Irvine.

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