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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Städte und Orte: Dunbar

Landesinfo
Einwohner: ca. 7.500
Vorwahl: 01368
Postcode: EH42
Council-Area: East Lothian

Dunbar ist eine Stadt in East Lothian, an der Südostküste Schottlands. Dunbar ist gleichzeitig der Name einer kirchlichen und politische Gemeinde, die Orte wie West Barns, Belhaven, East Barns und umliegende Siedlungen und Farmen umfasst. Dunbar war aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage ein historisch wichtiger Ort, das ehemalige Dunbar Castle galt als eine der wehrhaftesten Anlagen in Schottland. Heute sieht man davon weniger. Dunbar ist ein relativ beschaulicher Hafenort, der bei Berufspendlern nach Edinburgh als Wohnort recht beliebt ist. Außerdem ist Dunbar als Golfdestination recht bekannt und die Stadt an sich ist ein relativ bekanntes Tourismusziel.

Dunbar als Spielball der Engländer und Schotten

Dunbar war wahrscheinlich schon in der Eisenzeit besiedelt, der Ort war eine Art Zentrum des alten Votadini. Später wurde Dunbar Teil des aufstrebenden Northumbria, damals hieß der Ort mutmaßlich Dynbaer. Man geht davon aus, dass der berühmte Mönch St. Cuthbert in der Gegend um Dunbar aufwuchs und nach einer schicksalhaften Erscheinung nach Old Melrose ging und Mönch wurde.

Dunbar wurde zu einem zentralen Ort des nördlichen Northumbria ausgebaut, dessen Macht aber zu wanken begann, als Dänen und Norweger den südlichen Teil Northumbrias unter ihre Gewalt brachten. Die Schotten unter Kenneth I. sahen ihre Chance gekommen und unterwarfen Dunbar bzw. das nördliche Northumbria, Kenneth I. brannte Dunbar damals kurzerhand nieder. Nach der Battle Of Carham wurde Lothian an Malcolm II übergeben und damit war Dunbar ab 1018 anerkannter Teil Schottlands. Malcolm III erkannte die strategisch wichtige Lage und übergab die Gegend um 1072 an Gospatrick Of Northumbria, Gospatrick war damit der Urahn des Geschlechts der Earls Of Dunbar And March.

Dunbar selbst wurde Baronial Burgh und um 1370 Royal Burgh. Der Ort wuchs im Schatten des Schlosses aber eher langsam. Dieses Schloss soll eines der wehrhaftesten in Schottland gewesen sein. Die Lage der Stadt und das Schloss weckten Begehrlichkeiten, beide waren immer wieder Schauplatz von Kämpfen zwischen Engländern und Schotten. Während das Castle einige Belagerungen überstehen konnte, wurde die Stadt umso öfter schwer beschädigt. Interessanterweise begann um 1568, mit der starken Beschädigung des Schlosses, der Aufstieg der Stadt Dunbar zum Landwirtschafts- und Fischereizentrum.

Der Todesstoß für das Schloss war sicherlich die Battle Of Dunbar, die um 1650 zwischen schottischen Covenanters und englischen Parlamentariern unter Oliver Cromwell geschlagen wurde. Cromwell siegte und legte den Grundstein für die Besetzung Schottlands.

Dunbar konnte in der Zeit seine wichtige Rolle z. B. als Fischereizentrum der Gegend festigen und entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert zusätzlich zu einem beliebten Urlaubs- und Golfresort. Ende des 19. Jahrhunderts wurde außerdem ein zusätzlicher Hafen gebaut, was die Wichtigkeit als Hafenstadt durchaus untermauerte.

Dunbar Castle, Schottland
Victoria Harbour und Dunbar Castle

Dunbar heute - Sehenswürdigkeiten

Die Stadt selbst wirkt heute vor allem als Gesamtensemble am Meer ganz angenehm, große Sehenswürdigkeiten gibt es aber nicht. Das einst mächtige Castle wurde dem Zerfall preisgegeben und steht heute eher symbolisch über dem Hafen. Recht schön ist dagegen die Gefechtsstation an der nordöstlichen Ecke des Victoria Harbour, die den Eingang zum Hafen von Dunbar schützte. Hier findet man einen tollen Aussichtspunkt über Stadt, beide Hafen und die Schlossruine.

Eines der beachtlichsten historischen Gebäude war die Parish Church, von der jedoch im Jahr 1987 große Teile nach einem Brand zerstört wurden. Dabei wurde auch das bekannte Monument des Earl Of Dunbar größtenteils zerstört. Die Kirche wurde danach in modernem Stil renoviert.

Eine zentrale Sehenswürdigkeit bildet heute zweifellos das Geburtshaus des Gelehrten John Muir. Muir wurde nach seiner Auswanderung in die USA so richtig bekannt, von daher ist Dunbar ein interessantes Ziel für Besucher aus Übersee. Das Geburtshaus von Muir steht in der High Street (gegenüber der Touristinfo) und ist heute ein Museum. Alles in der Gegend steht etwas unter seinen Stern, es gibt eine Statue zu seinen Ehren, im Nordwesten wurde der John Muir Country Park nach ihm benannt. Vom John Muir Country Park gibt es den schönen Clifftop Trail Richtung zum Hafen. Im Hafen wiederum ist der Startpunkt des östlichen Teils vom John Muir Way.

Wirtschaft

Wichtige Erwerbszweige ist heute die Landwirtschaft, dagegen spielt die Fischerei nicht mehr die überragende Rolle. Große und wichtige Arbeitgeber in der Gegend sind ein Zementwerk und die Belhaven Brewery sowie das Atomkraftwerk Torness Nuclear Power Station. Viele Einwohner Dunbars arbeiten aber auch im nahen Edinburgh.

Einkaufen

Dunbar selbst ist, wie erwähnt, eher beschaulich. Aber es gibt entlang der Highstreet relativ viele Geschäfte. Diesen innerstädtischen Betreibern machte die Planung am Kreisverkehr an der A1 etwas Probleme. Dort wurde eine Tanke und ein ASDA gebaut und man möchte das Gebiet erweitern. Das würde den innerstädtischen Handel von Co-Op und Co. erschweren. Ein Problem allerdings, das man heute allerorten vorfindet.

Dunbar als Golf-Resort

Der bekannteste Golfplatz ist der Dunbar East Links vom Dunbar Golf Club. Auf dem Platz nahe der Mündung des Firth Of Forth werden Qualis für die Open Championship gespielt, wenn die Open in Muirfield stattfindet. Außerdem werden normalerweise alle großen schottischen Meisterschaften hier gespielt. Neben dem Dunbar Golf Club gibt es außerdem noch den Winterfield Golf Club.

Verkehr und Transport

Dunbar hat einen Bahnhof, die Dunbar Railway Station. Von hier gibt es gute Verbindungen z. B. nach Edinburgh (ca. 20 Minuten). Außerdem befindet sich die Stadt nahe an der A1, welche die Küstenroute Nordengland - Edinburgh ist.

Klima

Dunbar wird von Einheimischen scherzhaft Sunny Dunny genannt. Der Grund liegt auf der Hand - Dunbar liegt in einer klimatisch extrem begünstigten Region in der es vergleichsweise wenig regnet und sonniger ist als in den meisten Teilen Schottlands. Es bleibt zwar ein ozeanisches Klima mit kühlen Sommern und milden Wintern - aber Dunbar kommt im Schnitt auf beachtliche 1.500 Sonnenstunden im Jahr. Im August 1990 wurden Spitzentemperaturen von 31°C gemessen, die Tiefstwerte erreichten aber im Januar 1982 auch immerhin -12°C.

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