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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Personen: Alexander Selkirk

Alexander Selkirk (auch Alexander Selcraig) wurde 1676 in Lower Largo in Fife, Schottland geboren. Er war ein recht bekannter Seefahrer und führte anscheinend ein recht abenteuerliches Leben. Sein Leben soll Vorbild für die Romanfigur des Robinson Crusoe von Daniel Defoe gewesen sein.

Selkirk soll schon in seiner Jugend ein eher unangepasster Mensch gewesen sein. Mit 19 Jahren fuhr er zum ersten Mal zur See und entwickelte sich zu einem rauen Seemann, der immer wieder durch seine Eskapaden Probleme bekam. Um sich dem Zugriff der Gerichte zu entziehen, heuerte er 1703 auf dem englischen Kaperschiff St. George an. Hier geriet er in eine Streit mit dem Kapitän und wechselte auf ein anderes Schiff. Beide Schiffe legten 1704 vor dem Juan-Fernandez-Archipel im Pazifik an, um sich mit Vorräten zu versorgen. Die Schiffe waren anscheinend ziemlich beschädigt, weshalb Selkirk auf den Inseln bleiben wollte. Er warnte die anderen davor, dass die Schiffe die weitere Reise nicht schaffen würden und versuchte die Kameraden zu überreden, mit ihm auf der Insel zu bleiben. Allerdings wollte außer ihm keiner bleiben, weshalb auch Selkirk wieder auf das Schiff wollte. Der Kapitän hatte aber anscheinend die Nase voll von Selkirk und lies ihn auf einer Insel zurück. Selkirk sollte mit seiner Einschätzung bezüglich der Schiffe aber Recht behalten, den sein Schiff sank später und viele Kameraden starben.

Selkirk selbst konnte sich auf der Insel recht gut einrichten, denn ihm boten sich genug Grundlagen zum Leben. So hielt er nach Überlieferungen fast viereinhalb Jahre auf der Insel aus. Sein Leben entwickelte sich auf der Insel ähnlich, wie es die Geschichte von Robinson Crusoe erzählt. Selkirk hielt sich in der Hoffnung auf Sichtung anderer Schiffe zunächst in Strandnähe auf, zog sich dann aber Richtung Inselinnerem zurück, wo er sich wesentlich besser versorgen konnte.

Selkirk soll hier mit Geschick sein Leben organisiert haben. Er hielt sich Ziegen und lebte auch von Gemüsesorten, die wild wuchsen. Er baute sich Hütten, wurde zu einem recht geschickten Jäger, nähte sich selbst neue Kleidung und fertigte sogar eigene Messer an.

1707 soll er ein Schiff gesichtet haben, dass jedoch von feindlichen Spaniern geführt wurde. Die Spanier verfolgten den feindlichen Engländer, ohne seiner habhaft zu werden. 1709 wurde er dann vom britischen Schiff Duke, auf dem der ehemalige Kapitän Selkirks mit dabei war, von der Insel gerettet.

Seine Geschichte wurde schon 1712 im Buch Cruising Voyage von Woodes Rogers erzählt. Selkirk selbst führte nach seiner Rückkehr nach England weiterhin ein eher unstetes Seefahrerleben und ging immer wieder zu See. 1721 starb er schließlich an Bord des Schiffes Weymooth, auf dem er als Leutnant fuhr. Selkirk wurde vor der Westküste Afrikas seebestattet.

Gewisse Hinweise auf sein Leben auf der Insel wurden im Zuge einer Grabungsexpedition im Jahr 2008 gefunden. Die Insel wurde schon 1966 Robinson Crusoe getauft, auf der Insel gibt es einen Gedenkstein für Selkirk. Eine weitere Insel der Inselgruppe wurde zu seinen Ehren in Alejandro Selkirk umbenannt.