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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Personen: Bonnie Prince Charlie - Charles Edward Louis Philip Casimir Stuart

Charles Edward Louis Philip Casimir Stuart ist vielleicht bekannter unter dem Namen Bonnie Prince Charlie. Charlie war von Geburt an einer der wichtigen Männer Großbritanniens. Er wurde am 1720 in Rom als Sohn von James Francis Edward Stuart und einer polnischen Prinzessin geboren. Sein Vater lebte als König von England, Schottland und Irland jedoch im Exil.

Aber es gab viele Unterstützer dieser königlichen Stuart Linie. Von ihnen wurde Bonnie Prince Charlie deshalb auch King Charles III genannt, Gegner nannten ihn gerne den Young Pretender.

Charles' Leben im Exil war anscheinend recht abwechslungsreich. Der Junge wurde sehr gut ausgebildet und sprach bald mehrere Sprache fließend. Schon im Alter von 14 Jahren nahm er am Thronfolgekrieg in Polen teil. Nachdem er sich in Frankreich für die Sache der Stuarts stark machte, wurde er von seinem Vater 1743 offiziell zum Prinzregenten ernannt.

Große Bekanntheit erlangte er dann mit dem Versuch, den Thron wieder zu erlangen. 1745 landete er mit zwei Schiffen in Schottland. Charlie wurde dabei anfangs wohl von Frankreich unterstützt. Mit den Stuart-Anhängern formierte er eine stattliche Armee und initiierte so den zweiten Jakobitenaufstand. Charlie hatte wohl vor allem die Überraschung auf seiner Seite, denn anfangs war er durchaus erfolgreich. Es gelang ihm sogar, Edinburgh zu erobern. Allerdings wurden er und seine Armee am 16.04.1746 in der legendären Schlacht bei Culloden vernichtend geschlagen.

Die folgende Flucht war dann wiederum legendär. Es ist wohl so, dass Bonnie Prince Charlie sich gut 5 Monate in den Highlands und den davor liegenden Inseln verstecken konnte. Er hatte sehr viele Freunde und Bewunderer, die ihm gerne halfen. Eine der bekanntesten Geschichten seiner Flucht ist dabei die Hilfe der Flora MacDonald. Sie verkleidete Bonnie als Frau und ruderte so mit ihm zur Isle Of Skye. Von dort gelangte er schließlich nach Frankreich.

Sein weiteres Leben war glücklos. Er hatte eine Affäre mit seiner Cousine und später mit einer Frau, mit der er seine Tochter Charlotte zeugte. Charlie wurde oder war aber wohl auch Alkoholiker, weshalb ihn die Frau verließ. Auch eine spätere Ehe mit Luise von Stolberg-Gedern scheiterte. Als sein Vater im Jahr 1766 verstarb, wurde ihm vom Papst der Titel König von England, Schottland und Irland verweigert.

Charlie nannte sich später Herzog von Albany. Er starb 1788 in Rom. Beigesetzt wurde er zwar in Frascati, er ist jedoch neben seinem Vater und Bruder im Petersdom im Vatikan begraben.