Inseln Schottlands: Isle Of Islay
Fläche ca. 239km²
Höchster Punkt: Beinn Bheigeir 491 Meter
Einwohner: ca. 4.000
Vorwahl: 01496
Council Argyll And Bute
Islay gehört zu den inneren Hebriden und ist deren südlichste Insel. Und es ist die fruchtbarste dieser Inseln, Islay wird auch die "The Queen of the Hebrides" genannt. Auf Islay gibt es zwei Fährhäfen: Port Ellen im Südosten und Port Askaig im Nordosten. Die Hauptstadt der Insel ist der Ort Bowmore. Die meisten Leute leben in den großen Orten Bowmore, Port Ellen und Port Charlotte. Kleinere Dörfchen sind außerdem Portnahaven, Bridgend, Ballygrant und Port Askaig. Ansonsten ist Islay sehr dünn besiedelt.
Ich weiß nicht so recht, was den regen Tourismus mehr verursacht. Die durchaus reizvolle Natur und die Sehenswürdigkeiten auf der Insel oder ihr Ruf als Whisky-Insel - oder etwa die Schafe? Islay ist in jedem Fall die Whisky Insel schlechthin. Der beste Whisky - da sind sich die meisten Fachleute einig - kommt von Islay. Torfig und rauchig mit guten Meeresaromen und meistens sehr ausdrucksstark. Es dürfte kaum irgendwo anders mehr Destillerien auf einer so kleinen Fläche geben, als hier. Auf der Insel gibt es immerhin 8 Destillerien. Der Whisky aus Islay gilt als etwas Besonderes. Einer der Gründe ist die extensive Schafhaltung.

- Einer der torfigen Brüder - Laphroaig
Forscher haben herausgefunden, dass der Schafdung Auswirkungen auf Grundwasser und den Torf hat. Beides sind wichtige Bestandteile der Whiskyproduktion. Somit erhält der Whisky von hier seine ganz eigene Note. Neben den großen und bekannten Distilleries wie Lagavulin, Ardbeg, Laphroaig, Bowmore, Caol Ila oder Bruichladdich haben sich auch kleinere Unternehmen angesiedelt. Ein bekanntes Beispiel ist Anthony Wills, der auf Islay seinen Whisky Kilchoman braut und damit regelmäßig Rekorderlöse erzielt. Die erste Flasche Kilchoman ging für nicht weniger als 5.400£ über die Theke.
Bei aller Whisky Liebhaberei sollte man nicht vergessen, dass die Insel Islay auch sonst sehr sehenswert ist und eine schöne Natur bietet. Sehenswert sind u. a. die keltischen Steinkreuze von Kidalton und Kilnave. Es gibt zwei nennenswerte Schlossruinen - Finnlagan Castle und Dunyvaig Castle. Bei Port Ellen liegt ein Golf-Course, auf dem Meisterschaften gespielt werden. Außerdem gibt es ein paar sehenswerte alte Gräber, Steinkreise und Menhire. Für Technikfans interessant ist eventuell das älteste Wellenkraftwerk der Welt, das an der Küste seine Dienste tut. Auch auf Islay gibt es außerdem ein paar schöne Seen wie Loch Finlaggan, Loch Ballygrant, Loch Lossit und Loch Gorm sowie an der zerklüfteten Küste Loch Gruinart, Loch Indaal, Loch an t-Sailein, Aros Bay und Claggain Bay.

- Blick über die Rundkirche Bowmore Richtung Meer
Auch klimatisch wird Islay als durchaus begünstigt bezeichnet. Der Einfluss des Golfstroms wirkt hier stärker als auf dem schottischen Festland. Daher ist das Klima auf Islay etwas milder - aber deswegen natürlich nicht weniger unbeständig. Immerhin gibt es Schnee nur selten, auch Frost gibt es auf Islay eher selten. Wärmste Monate sind normal Juli und August mit einer durchschnittlichen maximalen Temperatur von knapp über 16°C . Die trockensten Phasen liegen aber normalerweise zwischen April und Juni.
Verkehr
Das Verkehrssystem auf der Insel ist einfach, aber zweckmäßig. Die meisten Straßen sind Single-Track Roads mit den bekannten Passing Places. Die größten Straßen sind die A846 Ardbeg - Port Ellen - Bowmore - Port Askaig sowie die A847 entlang der Ostküste. Wer ohne Auto kommt, kommt ganz gut mit den Islay Coaches (Bussen) über die Insel. Es gibt auf Islay sogar einen Flughafen, den Glenegedale Airport. Von hier gibt es Charterflüge von und nach Glasgow.
Der Fährverkehr wird über Port Ellen und Port Askaig abgewickelt, die Verbindungen gehen primär nach Kennacraig. Eine Überfahrt dauert ca. 2 Stunden. Nach Port Askaig gibt es außerdem noch Verbindungen Richtung Scalasaig/Colonsay und Oban sowie nach Feolin auf Jura.
