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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

River Garry

River Garry (gälisch Gar / Abhainn Ghar) ist ein Fluss in den schottischen Highlands. Er befindet sich im ehemaligen Perthshire und bildet einen der größten Nebenflüsse des Tummel, beide bilden letztlich Zuflüsse des Tay.

River Garry Struan Bridge
Der Garry bei Struan Bridge

Der Garry nimmt seinen Ursprung im Loch Garry, südöstlich vom Pass Of Drumochter. Er fließt (zeitweise) über das durch ihn geschaffene Glen Garry. Nebenflüsse des Garry selbst sind u. a. Allt Dubhaig, Edendon Water, Errochty Water, Bruar Water und der River Tilt.

Probleme durch Eingriff von Menschenhand

Der Garry ist eines der Beispiele für einen Fluss, welcher enorm durch Eingriffe der Menschen gelitten hat. Dies hat primär damit zu tun, dass der Garry schon ab Loch Garry in starkem Maß für die Energieerzeugung genutzt wird.

Das Grundproblem beginnt am Loch Garry. Von dort wird über einen Tunnel Wasser zum Loch Ericht abgezweigt, damit von dort genug Wasser ins Stromnetz zum Tummel fließen kann. Dadurch wird vom Loch Garry stellenweise kein Wasser mehr ans alte Wasserbett des Garry abgegeben und der Fluss auf den ersten Kilometern trocken. Danach kommt zwar Wasser von Seitenärmen, aber besonders in trockenen Zeit ist das nicht garantiert. Ca. 9km nach seinem Ursprung am Loch Garry hat man dann schon den nächsten Abzweig über ein Tunnelsystem gebaut, dieses Mal als Zufluss für Loch Errochty. Weiter flussabwärts hat man darüber hinaus noch Wasser aus natürlichen Seitenärmen des Garry abgezweigt. Im Grund sieht es damit im oberen Verlauf nicht gut aus für den Garry, aufgrund der Probleme gibt es dort praktisch keine Lachse mehr. Dabei war der obere Garry vor 1930 ein extrem gutes Lachsrevier.

River Garry
Alles klar…

Immerhin hat im Januar 2017 die Scottish Environment Protection Agency (SEPA) Nachbesserungen versprochen. Man möchte einerseits die Stromerzeugung am Tummel nicht übermäßig einschränken, andererseits aber auch die Eingriffe in den Garry derart minimieren, dass man z. B. wieder genug Wasser im oberen Lauf hat um Lachse anzusiedeln. Dazu hat man Gespräche mit dem Stromerzeuger SSE, dem Tay District Salmon Fishery Board und anderen Interessensgruppen aufgenommen.

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