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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Städte und Orte in Schottland: Cape Wrath

Cape Wrath (gälisch: Am Parbh) bezeichnet ein Kap im schottischen Parish Durness, Council Area Highlands/Sutherland. Es bildet den nordwestlichsten Punkt des britischen Festlandes. Im Süden kann man das Cape über die Sandwood Bay und Kinlochbervie zu Fuß erreichen. Ansonsten bildet ein Fähre über den Kyle Of Durness die Verbindung zum Cape Wrath. Die nahegelegenste größere Ortschaft ist das ca. 16km südöstlich gelegene Durness.

Insgesamt umfasst Cape Wrath eine Fläche von ca. 277km², wovon ca. 60km² dem Verteidigungsministerium unterstehen. Es handelt sich dabei um militärisches Gebiet, welches für Manöver genutzt wird. Während der Manöver bzw. während Schießübungen von der Garvie Range ist der Zutritt zum Cape untersagt, grundsätzlich ist der Zugang ohnehin nur von Mai bis September möglich.

Cape Wrath besteht im Landesinneren vornehmlich aus unwegsamem, größtenteils sumpfigem Gelände mit etlichen kleinen Gewässern. Rund um das Cape erstreckt sich eine spektakuläre Klippenlandschaft. Dorthin bzw. zum Leuchttum von Cape Wrath gelangt man über die Straße U90, welche vom Fähranleger quer über das Cape führt.

Cape Wrath war früher dünn besiedelt, zuletzt waren wohl vor allem Schafzüchter ansässig. In den 1930ern wohnten noch maximal 40 Menschen dort, in Achiemore gab es eine kleine Schule. Die Schule wurde 1947 geschlossen, danach verließen auch die Leute das Cape. Heute leben offiziell noch zwei Leute dort, die Betreiber des Ozone Cafe. Daneben sind natürlich Angehörige des Militärs vor Ort. Zum Cape verschlägt es jährlich nach offiziellen Angaben maximal 5000 Touristen.

Die finden eine extrem interessante Flora und Fauna vor. Bedingt durch die Abgeschiedenheit und geringe Besiedelung konnte sich auf Cape Wrath eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren ansiedeln. Daher steht auch ein Großteil der Fläche unter Schutz. Die Klippen z. B. sind ein Eldorado für brütende Seevögel. Im Bereich des Cape Warth findet man ansehnliche Bestände an Steinadlern, Rotwild, Nebelkrähen, Kormorane, Strandpieper oder Tölpel und selbst das vorgelagerte Meer ist vergleichsweise artenreich und steht unter Schutz.

Prächtig und atemberaubend sind vor allem die steil abfallenden Klippen um das Cape mit maximalen Höhen bis zu 281 Metern, am Clò Mòr finden sich die höchsten Klippen des britischen Festlandes. Vor der Küste befinden sich einige beachtliche Felsformationen (Sea Stacks), die bekannteste ist der Stac Clò Kearvaig, auch bekannt als The Cathedral. Im Osten befindet sich Garvie Island (An Garbh-eilean), heute vornehmlich ein Übungsziel für das Militär.

Cape Wrath Lighthouse

Eins der meistbesuchten Ziele ist der Leuchtturm von Cape Wrath, 1828 von Robert Stevenson gebaut. Bis 1998 gab es einen Wärter, danach wurde auf Automatik umgestellt. Der 20 Meter hohe Leuchtturm wird vom Northern Lighthouse Board betrieben. Das Licht ist auf eine Entfernung von ca. 41km zu sehen.

Wichtig ist das Cape als nördlicher Punkt des Cape Wrath Trail, einem etwa 320km langen Wanderweg und als Ziel des Scottish National Trail.

Auf dem Cape findet jährlich der Cape Wrath Marathon statt. Er verläuft zwischen Fähranleger und Leuchtturm, der Rest wird auf der anderen Seite des Festlandes vom dortigen Fähranleger bis zum Durness Community Centre gelaufen.

Verkehr, Transport

Vom Süden kann man über die Sandwood Bay und Kinlochbervie, allerdings nur zu Fuß, zum Cape gelangen.

Ansonsten gelangt man per Fähre über den Kyle Of Durness auf das Cape. Vom Fähranleger führt die Straße zum Leuchtturm. Die Fähre fährt von Mai bis September, auf dem Cape verkehrt ein Minibus. Die Straße nennt sich U70 und führt über Achiemore. Dort gibt es einen Checkpoint, während Feuerübungen ist die Weiterfahrt untersagt.

Grundsätzlich muss man aber sowieso davon ausgehen, dass der Zugang während Manöverzeiten in der Regel gesperrt ist. Dies ist vor allem im Frühling und Herbst der Fall. Im Sommer von Mai bis September ist der Zugang zum Cape normal möglich, dann kann man normalerweise sogar das militärische Sperrgebiet besichtigen.

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