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Schottland-Wegweiser, der Guide für Schottlandurlaub

Ben Nevis

Der Ben Nevis ist so etwas wie der Stolz Schottlands. Er ist mit ca. 1344 Metern Höhe der höchste Berg in Schottland und zugleich in ganz Großbritannien. Der Ben Nevis wird von Bergfreunden und Wanderern eigentlich meist nur The Ben genannt. Man schätzt, dass jährlich ca. 100.000 Bergwanderer den Ben Nevis erklimmen (wollen). Der Ben Nevis gehört zu den westlichen Highlands und ist Teil des Gebirges der Grampian Mountains. Wenn man so will ist der Ben Nevis der Hausberg der Stadt Fort William. Allerdings kann diese Aussage auch täuschen. Denn oft stehen Leute in Fort William und meinen dann, den Ben Nevis zu sehen. Allerdings ist er von Fort William aus definitiv nicht zu sehen. Was man sieht, sind meistens die Peaks des Carn mor Dearg. Wer nicht auf den Berg will, der muss zumindest nach Corpach fahren, um den Ben Nevis in voller Pracht sehen zu können.

Der Ben Nevis ist ein so genannter Munro. Deshalb ist eine Besteigung für viele Besucher sehr lohnenswert. Die Besteigung des Nevis ist nicht ganz so schwer - auch wenn man keinen Berg in Schottland unterschätzen sollte. Der einfachste und bekannteste Weg ist der so genannte Pony Track (auch bekannt als Ben Path, Mountain Path oder einfach nur als Tourist Route). Er startet in Achintee, das im Osten des Glen Nevis liegt. Das Tal des Glen Nevis erreicht man, wenn man die A 82 von Fort William Richtung Inverness fährt. Nach knapp 2 km geht es dann rechts weg. Der Weg steigt zum Sattel des Lochan Meall auf ca. 570 Meter an. Danach geht es auf einem Zick-Zack Kurs über die Westflanke des Ben bis zur Spitze.

Eine andere sehr beliebte Route beginnt in Torlundy. Das liegt im Nordosten von Fort William an der A 82. Von dort geht es auf einem Weg zum Allt a'Mhuillinn. Man könnte hierhin auch theoretisch vom Glen Nevis über den Pony Track kommen. Man würde so über den Lochan Meall kommen und von dort Richtung CIC Hut absteigen (das ist das Klettergebiet des Scottish Mountaineering Club). Von dort geht es dann hoch zum Carn mor Dearg und von dort über den CMD Arete und dann hoch zum Gipfel. Dieser Weg ist sehr viel anspruchsvoller und verlangt einiges. Man sollte am besten schon Bergwandererfahrung haben und etwas klettern können. Auf diesem Weg hat man aber einen tollen Blick auf die Bergklippen der Nordseite.

Eine weitere Alternative wäre der Start vom Nevis Gorge Car Park am Ende der Straße zum Glen Nevis. Von dort kann man über die Südostroute gehen oder über den Carn mor Dearg im Südwesten. Man muss hier zwar nicht klettern - aber diese Routen haben es schon in sich. Sie sind wesentlich kürzer, dafür aber auch viel steiler. Auch hier sollte man zumindest gewisse Grundkenntnisse im Bergwandern besitzen. Die Nordroute ist bei Kletterern sehr beliebt, weil sie wirklich ein paar annehmliche Schwierigkeitsgrade bietet. Auf knapp 680 Metern gibt es dort ein sehr gutes Klettergebiet, dass dem Scottish Mountaineering Club untersteht. Auf dem Gipfel des Ben Nevis kann man heute noch die Ruinen eines alten Wetterobservatoriums sehen. Wanderer und Kletterer sollten den Ben nicht unterschätzen. Dabei ist nicht unbedingt die technische Variable ein Problem, sondern vielmehr das Klima rund um den Berg. Der Ben ist zum großen Teil über das Jahr von Nebel eingehüllt. Der kommt ziemlich rasch und wie gesagt oft, und man sieht dann nur noch wenig. Man sagt, dass die meisten Unfälle am Ben Nevis vor allem durch schlechte Sicht bei Nebel verursacht wurden.